BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

WIE SEHEN MEINE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN AUS?

Die Behandlung kann helfen, Symptome von Herzinsuffizienz zu erleichtern und Ihnen zu einem längeren Leben verhelfen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit denen Herzinsuffizienz behandelt werden kann.

Mehr invasiv

Weniger invasiv

Änderungen des Lebensstil

Bestimmte Änderungen des Lebensstil, wie vermehrte körperliche Aktivität, verringerter emotionaler Stress, Gewichtsreduktion, mit Rauchen aufzuhöhren und weniger Salz/Fett zu sich zu nehmen kann die Symptome von Herzinsuffizienz verringern

Medikamente

Ärzte behandeln Herzinsuffizienz gewöhnlich mit einer Kombination aus Medikamenten.

In Abhängigkeit von Ihren Symptomen kann es sein, dass Sie ein oder mehrere Medikamente einnehmen, die unter anderem Betablocker, ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB), Blutverdünner und Diuretika enthalten können.

Medizinische Geräte
oder chirurgischer Eingriff

In einigen Fällen empfehlen Ärzte Eingriffe wie Bypass oder Herzklappenersatz, Implantation von Cardioverter/Defibrillator oder kardiales Resynchronisationsgerät oder eine Herztransplantation.

EIN NEUER ANSATZ

Eine neue Art von Therapie ist für Patienten mit Herzinsuffizienz verfügbar. Sie trägt den Namen Autonome Regulationstherapie (ART) und wird mittels Vagusnerv-Stimulation (VNS) ausgeführt. ART wird in einer klinischen Studie mit der Bezeichnung ANTHEM-HFrEF untersucht. Diese Studie nimmt gegenwärtig Patienten auf, die zur Teilnahme geeignet sind, um die langfristigen Vorteile von ART an Patienten mit Herzinsuffizienz zu ermitteln. Alle Patienten, die an der Studie teilnehmen, erhalten eine von zwei gleichermaßen berechtigten und wichtigen Behandlungen, bis die Ergebnisse der Studie bekannt sind.

DIE „HIRN-HERZ“-VERBINDUNG BEI NORMALER GESUNDHEIT

Das autonome Nervensystem spielt bei Herzinsuffizienz eine große Rolle. Das Gehirn steuert die Funktion des Herzens durch zwei Zweige des autonomen Nervensystems.

Der erste ist der Sympathikus, der als der „Beschleuniger“ des Körpers agiert und für die „Kampf oder Flucht“-Reaktion bei Stress verantwortlich ist.

Der zweite ist der Parasympathikus, der als die „Bremse“ des Körpers agiert und dem Körper Ruhe und Verdauung erlaubt. Der Parasympathikus agiert durch einen besonderen Nerv mit dem Namen Nervus vagus in Ihrem Körper. Bei normaler Gesundheit sind die beiden Zweige
„im Gleichgewicht“.

AUTONOMES NERVENSYSTEM IM GLEICHGEWICHT

Parasympathikus

Ruhe und Verdauung

Sympathikus

Kampf oder Flucht

EIN UNGLEICHGEWICHT DES AUTONOMEN NERVENSYSTEMS

BEI HERZINSUFFIZIENZ

Bei Herzinsuffizienz gibt es ein Ungleichgewicht im autonomen Nervensystem. Der Sympathikus ist überaktiv, während die Aktivität des Parasympathikus zu gering ist. Mit anderen Worten befindet sich der Körper ständig in „Kampf oder Fluch“ und kann daher nicht mehr „Ruhe und Verdauung“ haben. Während einige Medikamente für Herzinsuffizienz helfen die sympathische Überaktivität zu behandeln, gibt es gegenwärtig keine erprobte Behandlung zur wirksamen Behandlung der zugrundeliegenden Ursache.

AUTONOMES NERVENSYSTEM IM UNGLEICHGEWICHT

Parasympathikus

Verringerung

Sympathikus

Hyperaktivität

WIEDERHERSTELLUNG DES GLEICHGEWICHTS MIT ART

So funktioniert es:

Die autonome Regulationstherapie gibt schwache elektrische Impulse am Nervus vagus ab, um den parasympathischen Zweig zu aktivieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen. LivaNova verwendet einen einzigartigen Ansatz, der die Therapie auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten anpasst.

Eine neue Therapie, aber ein erprobter Ansatz:

Während die Stimulation des Nervus vagus für Herzinsuffizienz neu ist, wurde der Ansatz seit über 20 Jahren erfolgreich bei der Behandlung von Epilepsie bei über 150.000 Implantaten weltweit genutzt.

IN-GLEICHGEWICHT-BRINGEN  DES AUTONOMEN NERVENSYSTEMS

Parasympathikus

Verringerung

Sympathikus

Hyperaktivität

DAS ART-SYSTEM UND -VERFAHREN

DAS VITARIA™-SYSTEMS VON LIVANOVA GIBT ART DURCH VNS AB, WELCHES AUS FOLGENDEM BESTEHT:

  1. Elektrode: ein flexibler, isolierter Leiter, der schwache elektrische Impulse vom Generator an den Nerv überträgt.
     

  2. Impulsgenerator: ein Gerät, ähnlich einem Herzschrittmacher, welcher unter der Haut implantiert wird und die Energie an den Nervus vagus durch die Elektrode abgibt.

 

Das VITARIA-System ist ein kleiner Eingriff, der etwa eine Stunde dauert.

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LivaNova USA, Inc.

100 Cyberonics Boulevard

Houston, TX 77058

763.220.4110

WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE

INDIKATIONEN ZUR VERWENDUNG (EUROPA)
Die autonome Regulationstherapie (ART) ist für Patienten geeignet, die eine mittlere bis schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II/III) mit linksventrikulärer Dysfunktion (EF ≤ 40%) haben und die trotz stabiler, optimaler Herzinsuffizienztherapie mit Medikamenten symptomatisch bleiben.

KONTRAINDIKATIONEN, WARNUNGEN UND VORSICHTSMAßNAHMEN

Das VITARIA®-System kann nicht bei Patienten mit bilateraler Vagotomie (Durchtrennung des Halsvagusnerves) verwendet werden. Das VITARIA-System kann nicht bei Patienten mit bereits bekanntem AV-Block angewendet werden. Verwenden Sie keine Kurzwellendiathermie, Mikrowellendiathermie oder therapeutische Ultraschalldiathermie bei Patienten, bei denen ein VITARIA-System implantiert ist. Diagnostischer Ultraschall ist in diesen Kontraindikationen nicht eingeschlossen. Magnetresonanzbildgebung (MRT) - Das VITARIA-System ist bedingt MRT tauglich, welches nur nur unter bestimmten Voraussetzungen  sicher durchgeführt werden kann. 
Bei besonderen Anforderungen lesen Sie bitte im VITARIA-Ärztehandbuch nach. Patienten mit existierenden Geschwüren (gastrischen, duodenalen oder anderen) können durch ART den Zustand  verschlechtern. Patienten mit Geschwüren sind vor der Implantation zu bewerten und nach Initiierung der Stimulation zu beobachten. Mögliche operationsbezogene unerwünschte  Ereignisse beinhalten Hämatome, Infektion, Schmerzen und Stimmveränderung (raue Stimme). Mögliche stimulationsbezogene unerwünschte Ereignisse beinhalten Dyspepsie (Verdauungsstörungen), Dysphagie (Schluckbeschwerden), Dyspnoe (Atembeschwerden, Kurzatmigkeit), vermehrtes Husten, Laryngismus (Hals-, Kehlkopfkrämpfe), Schmerz, Parästhesien (Kribbeln der Haut), Pharyngitis (Entzündung des Pharynx, Rachens), Übersättigung (reduzierter Appetit), Gefühl der Stimulation und Stimmveränderung (Heiserkeit).